Kräutergarten Hainewalde
Ein Fest für die Sinne
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Seit Beginn der Geschichte stehen die Pflanzen dem Menschen zur Seite.
Wir nutzen sie als Nahrungsquelle, zur Heilung und Linderung von Beschwerden.
Gern möchten wir Ihnen ein paar Anwendungsmöglichkeiten zeigen, mit denen Sie sich selbst etwas Gutes tun können.

Herstellung von Johanniskrautöl

Johanniskrautöl hilft äußerlich bei Muskelschmerzen, leichten Verbrennungen, infizierten Wunden, Geschwüren und Neuralgien. Da es die Lichtempfindlichkeit steigert, sollten Sie es nicht vor Sonnenbädern benutzen.
Für die Zubereitung brauchen Sie ein gutes Öl und frische Johanniskrautblüten.

  • Füllen Sie ein Glas zu ¾ mit den frischen Blüten und gießen Sie das Öl darüber, bis die Blüten bedeckt sind.

  • Dann wird das Glas verschlossen und an einen sonnigen, warmen Platz gestellt.

  • Schütteln Sie das Öl hin und wieder.

  • Nach 3 bis 6 Wochen müsste das Öl tiefrot sein und Sie können es abfiltern.

  • Gießen Sie das Johanniskrautöl in eine dunkle Flasche, beschriften sie mit Inhalt und Datum und bewahren diese kühl auf.



Herstellung von Tinkturen

Tinkturen sind alkoholische Auszüge aus Heilkräutern, die man leicht selbst zubereiten kann.
Für die Zubereitung einer Tinktur brauchen Sie hochprozentigen Wodka oder Korn (zwischen 35 % und 40 %).

  • Füllen Sie die Kräuter oder klein geschnittene Wurzeln zur Hälfte in ein Glas und gießen Sie den Alkohol darüber, bis alles bedeckt ist.

  • Dann verschließen Sie das Glas und stellen es an einen nicht so hellen Platz.

  • Schütteln Sie das Glas hin und wieder.

  • Nach 6 Wochen filtern Sie die Mischung ab.

  • Geben Sie die fertige Tinktur in eine dunkle Flasche, beschriften diese mit Inhalt und Datum.

  • Durch den hohen Alkoholgehalt hält sich eine Tinktur mehrere Jahre.

  • Sie können die Tinktur auch zur Salbenherstellung benutzen.   


Herstellung von Salben

Salben kann man aus Schweineschmalz oder mit Öl und Bienenwachs herstellen.
Die einfachere Methode ist die Herstellung mit Schweineschmalz.

  • Geben Sie die gewünschte Menge Schmalz in einen Topf und erhitzen es, bis es flüssig wird.

  • Dann kommen die Kräuter dazu.

  • Diese Mischung wird aufgekocht und 10 min ziehen gelassen.

  • Nach dem Abkühlen werden die festen Bestandteile heraus gefiltert.


Herstellung einer Salbe mit Öl und Bienenwachs
Hier kommt es auf das Mischungsverhältnis von Öl und Wachs an, damit die Salbe am Ende die richtige Konsistenz hat. Am besten zwischendurch etwas von der Mischung auf einem Teller abkühlen lassen und prüfen, ob die Konsistenz stimmt. Ist sie zu fest, fügt man mehr Öl hinzu, ist sie zu weich, dann entsprechend mehr Wachs.

  • Als Anhaltspunkt sollte man mit 50 ml Öl und ca. 4 g Wachs beginnen.

  • Geben Sie das Öl und das Wachs in ein Gefäß und erhitzen sie es in einem Wasserbad, bis sich das Wachs aufgelöst hat. Dann gut umrühren, damit sich alles gut vermischt. Jetzt könnte man schon mal testen, ob die Salbe, wenn sie erkaltet ist, die richtige Konsistenz hat. Nehmen sie also etwas von der Mischung und lassen Sie sie abkühlen. Ist sie in Ordnung, lassen Sie die Mischung abkühlen, bis sie ungefähr handwarm ist. Geben Sie jetzt ätherische Öle und Wirkstoffe hinzu und verrühren alles gut miteinander. Danach können sie die Salbe gut verschlossen aufbewahren.

  • Etwas aufwendiger, aber mit mehr Inhaltsstoffen, kann man eine Salbe herstellen, indem man ein Kräuteröl der gewünschten Pflanzen verwendet. Hier werden die Wirkstoffe schon vorher in dem Öl angereichert und haben so eine höhere Dosierung.

  • Besser für die Haut, cremiger und leichter zu verstreichen, aber etwas teurer, ist die Zugabe von Lanolin oder Kakaobutter zu der Salbenmischung. Die Herstellung erfolgt wie mit Öl und Bienenwachs. Verwenden Sie ca. 50 ml Öl, 2 g Wachs und 6 g Lanolin.


Trocknen

Das älteste Verfahren zur Haltbarmachung ist das Trocknen.

  • Dazu binden Sie die Kräuter zu kleinen Sträußchen und hängen diese kopfüber an einen luftigen, dunklen und warmen Platz auf.

  • Für das Trocknen im Backofen stellen Sie den Herd auf die niedrigste Stufe (30 bis 50 °C) und lassen die Herdtür einen Spalt offen.

  • Natürlich kann man Blätter und Blütenköpfe auch auf Mull, Küchenkrepp oder Papier an einem dunklen, warmen, gut belüfteten Platz trocknen lassen.

  • Wenn die Kräuter rascheln, sind sie fertig und können in lichtgeschützt aufbewahrt werden.



10.02.2017
letzte Aktualisierung
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